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Zur Person[]

Bartemius "Barty" Crouch sr. († Mai 1995), zuletzt Leiter der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit im Britischen Zaubereiministerium, hat mit seiner inzwischen verstorbenen Frau einen Sohn, der ebenfalls Bartemius heißt.

Im Buch Harry Potter und der Feuerkelch[]

Als Harry den älteren Herrn Crouch erstmalig bei der Quidditch Weltmeisterschaft 1994 traf, war er vorschriftsgemäß genau wie ein Muggel mit einem tadellosen grauen Anzug samt passender Krawatte gekleidet. Er wirkte so unauffällig wie der Filialleiter einer Bank, der sich auf einen Campingplatz verirrt hat. Seine grauen kurzen Haare waren wie mit einem Lineal gescheitelt, sein Schnurrbart exakt getrimmt und seine Körperhaltung so, als habe er einen Spazierstock verschluckt. Alles an ihm verkörperte geradezu Ordnungsliebe und unbedingte Einhaltung aller Vorschriften. Sein neuer Sekretär Percy Weasley war davon natürlich zutiefst beeindruckt. Wie Percy berichtete, waren seinem Chef nicht nur alle Vorschriften und Gesetze bestens geläufig, sondern er beherrschte auch über zweihundert Fremdsprachen wie Koboldogack, Meerisch, Troll usw. Den Nachnamen seines Untergebenen Percy hatte er allerdings damals noch nicht gelernt.

Bartemius Crouchs Karriere im Zaubereiministerium begann, als Voldemorts Schreckensherrschaft auf ihrem Höhepunkt war. Hatte das Ministerium bislang nur hilflos reagiert und verzweifelt versucht, die Geschehnisse in der Zaubererwelt weiterhin vor Muggeln geheimzuhalten, ging Crouch hart gegen Voldemort und seine Anhänger vor. Die Jagd nach Todessern entwickelte sich immer mehr zu einer Besessenheit von ihm. Als Chef der Abteilung für Magische Strafverfolgung setzte er einige höchst fragwürdige Verfolgungsmethoden durch. So war es unter ihm rechtens, dass Auroren Todesser nicht nur festnehmen, sondern gleich töten durften. Mit Verdächtigen ging er nicht zimperlich um: Er ordnete den Einsatz der „Unverzeihlichen Flüche" gegen sie an und brachte einige (u. a. Sirius Black) auch ohne Gerichtsurteil nach Askaban. Um an noch mehr Namen von Todessern zu kommen, traf er mit Verurteilten wie Igor Karkaroff ein – eigentlich illegales – Abkommen: Freiheit gegen Namen von Schuldigen. Sein Auftreten als starker Mann brachte ihm in dieser Zeit so viele Sympathien ein, dass sein Aufstieg zum Zaubereiminister schon nahezu sicher schien.
Kurz bevor der Ministerposten neu zu besetzen war, stürzte Barty Crouch aber über den Skandal, dass sein eigener Sohn als Todesser festgenommen wurde. Crouch, der als unbarmherziger Ankläger in einem Schauprozess auftritt, verurteilt seinen Sohn, die Unschuldsbeteuerungen ignorierend, sich trotz der Hilferufe seiner Frau von seinem Sohn distanzierend, zu einem lebenslänglichen Aufenthalt im Zauberergefängnis Askaban. Dieser Vorfall erweckt bei vielen den Eindruck, er habe als Vater versagt und seine familiären Pflichten vernachlässigt. Statt zum Zaubereiminister aufzusteigen, wird er lediglich zum Leiter der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit.

Niemand ahnte, dass Crouchs Frau ihn vor ihrem Tode noch dazu überreden konnte, ihren Sohn aus Askaban herauszuschmuggeln. Crouch konnte über ein Jahrzehnt lang vertuschen, dass er seinen Sohn bei sich versteckt hatte. Um trotzdem weiterhin selbst unbescholten dastehen zu können, beging er allerdings einige schwere Verbrechen:

  • Er hielt seinen Sohn mit dem verbotenen Imperius-Fluch während all dieser Jahre unter Kontrolle und ließ ihn von seiner ergebenen Hauselfe Winky umsorgen und bewachen. Dadurch zerstörte er die Vater-Sohn-Beziehung vollends und sicherte sich den bleibenden Hass seines Sohnes.
  • Als die Ministeriumsangestellte Bertha Jorkins es zufällig herausfand, löschte er magisch deren Erinnerungsvermögen, und zwar so gründlich, dass Bertha bleibende Schäden davontrug.

Eigentlich wollte Barty Crouch bei der Quidditch-Weltmeisterschaft genauso weitermachen: Um die drohende Entdeckung seines Sohnes dort zu verhindern, machte er Winky zum Sündenbock für einen verdächtigen Vorfall und verstieß die völlig verzweifelte Hauselfe, indem er ihr Kleidung gab – geschmackvoll zusammengestellte Kleidung natürlich. Dennoch konnte er nicht mehr aufhalten, dass im Verlauf von Harrys 4. Schuljahr alles, was er getan hatte, um den ordentlichen Schein mit aller Gewalt aufrechtzuerhalten, sich gegen ihn wandte. Der strenge Bekämpfer schwarz-magischer Herrschaft leistete willenlos wertvolle Beiträge zu Voldemorts Wiedererstarken, und seine jahrelang ausgeübte Macht über seinen Sohn kehrte sich um und vernichtete ihn schließlich selbst. Crouch sr. wird von seinem Sohn in Gestalt von Moody getötet, in einen großen Knochen verwandelt und in Hagrids Beet vergraben (HP IV/35).

Crouch als Erinnerungsgestalt[]

In drei Denkariumszenen erlebt Harry Bartemius Crouch als Erinnerungsgestalt bei den von ihm geleiteten Gerichtsverhandlungen gegen Igor Karkaroff, gegen Ludo Bagman und gegen seinen Sohn.

Crouchs Tod im Film[]

Harry wird auf dem Rückweg vom Großen See zum Schloss von Barty Crouch angesprochen. Er gratuliert Harry und begleitet ihn ein Stück des Weges. Sie werden von Moody beobachtet, der Crouch etwas zuruft. Beim Näherkommen macht Moody eine eigentümliche Zungenbewegung, die Crouch veranlasst, sich Moody zuzuwenden und ihn genauer zu beobachten.
Völlig durcheinander wendet Crouch sich ab und läuft davon. In dem stockdunklen Wald begleitet Hagrid Harry, Ron und Hermine Richtung Schloss. Harry läuft etwas abseits von ihnen. Er findet Bartemius Crouch tot unter einem Baum liegend.

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